Praxis

Dr. Werner

Facharzt für innere Medizin, Bad Kreuznach

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Vorsorge- Koloskopie ( Darmspiegelung im Rahmen der Vorsorge)

Seit 2003 bieten die gesetzlichen Kassen ihren Versicherten die Möglichkeit, sich ab dem 55. Lebensjahr und nach 10 Jahren einer Dickdarm-Spiegelung zu unterziehen, auch wenn sie keine Beschwerden haben.
Diese sogenannte " Vorsorge-Koloskopie" basiert auf der wissenschaftlich begründeten Annahme, dass eine Krebsgeschwulst im Darm meist nicht direkt entsteht, sondern sich aus - vorher nachweisbaren - gutartigen Vorstufen langsam entwickelt.  Diese Vorstufen nennt man Polypen; diese Polypen werden bei der Vorsorge-Koloskopie gesucht und - wenn möglich - auch entfernt. Durch die Entfernung eines Polypen kann man verhindern, das er bösartig wird.  Auf diese Art und Weise können also Krebsgeschwulste schon vor Ihrer Entstehung verhindert werden, natürlich dient die Untersuchung auch der Früherkennung bereits vorhandener kleiner bösartiger Tumoren ohne Symptome.


Die Vorsorge- Koloskopie wird durchgeführt wie die "normale" Dickdarm-Untersuchung; lediglich die Bezahlung ist anders organisiert.


Die Vorsorge-Koloskopie ist ein sehr effizientes Verfahren zur Verhinderung von Darmkrebs; Untersuchungen aus Amerika zeigen, dass eine einmalige Koloskopie das Risiko für Darmkrebs um 60 bis 80% senken kann. Für Deutschland liegen bisher keine Zahlen vor; wie Sie aber an den o.g. Angaben erkennen können, ist der Schutz durch eine Vorsorgekoloskopie nicht 100%.
Das hat zum einen den Grund, dass eine gewisse Anzahl von Polypen und Tumoren übersehen werden kann ( bedingt durch Unsauberkeit beim Abführen, kurvenreiche Darmlage), vor allem aber ist die Ursache hierfür, dass eben nicht alle Tumore aus Polypen entstehen. Einige entstehen auch ohne Vorstufen, oder aber ein Polyp, der bei der Untersuchung noch nicht vorhanden war, ist neu aufgetreten und schneller entartet, als im Durchschnitt anzunehmen ist.  Vorsorge kann niemals einen absoluten Schutz für die Zukunft bieten!
Die Folge dieser Einschränkungen ist, dass Sie bei Symptomen wie neu aufgetretenen Durchfällen, Blutabgang durch den After oder Bauchschmerzen mit Gewichtsabnahme noch einmal eine Darmuntersuchung durchführen lassen sollten, auch wenn Sie vielleicht 3 Jahre zuvor ohne Befund im Rahmen der Vorsorge untersucht wurden.
Dennoch ist die Vorsorge- Koloskopie mit weitem Abstand die beste und effizienteste Maßnahme zur Vorbeugung des Darmkrebses; alle anderen Alternativen wie immunologische Stuhltests, hochauflösendes CT usw zeigen wesentlich schlechtere Ergebnisse und werden deswegen auch von den gesetzlichen Kassen nicht bezahlt.
Als - schlechtere - Alternative zur Darmspiegelung sieht der Gesetzgeber die Durchführung eines Stuhltestes auf verstecktes Blut im Abstand von 2 Jahren vor. Die Kombination von Darmspiegelung und anschließendem Stuhltest auf verstecktes Blut ist nicht vorgesehen und auch oft verwirrend.


Wenn Sie ein erhöhtes Risiko für Darmkrebs haben - z.B. weil in Ihrer Familie schon häufiger Darmkrebserkrankungen aufgetreten sind  oder weil Sie vielleicht schon einmal einen anderen Tumor hatten - wird dies bisher bei der Durchführung der Vorsorge-Koloskopie nicht berücksichtig. Unsere Fachgesellschaften empfehlen aber, dass in solchen Fällen mit der Vorsorge-Koloskopie 10 Jahre früher begonnen wird ( das Intervall von 10 Jahren bleibt bestehen). Wenn Sie hierzu Fragen haben, können Sie sich gerne an mich wenden.

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