Praxis

Dr. Werner

Facharzt für innere Medizin, Bad Kreuznach

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Gastritis

Mit Gastritis wird eine Entzündung der Schleimhaut des Magens bezeichnet;  je nach Ursache ( Bakterien, Medikamente, Autoimmunerkrankungen) unterscheidet man verschiedene Formen der Gastritis, weiterhin werden die Gastritiden auch nach ihrem Verlauf  in  akut= plötzlich beginnend, in der Regel auch wieder bald beendet oder chronisch= längerfristiger, schleichender Verlauf  eingeteilt.

Beschwerden
Bei der akuten Gastritis bestehen häufig Bauchschmerzen, oft im Oberbauch, teilweise auch hinter das Brustbein ausstrahlend. Üblicherweise werden die Beschwerden nach dem Essen eher besser, es kann auch zu lauten Darmgeräuschen, Erbrechen und Blutungen aus dem Magen kommen.
Diese Beschwerden können aber auch bei anderen Erkrankungen, wie z.B. Geschwür oder  Blinddarmentzündung etc. auftreten
Bei der chronischen Gastritis besteht mehr ein Druckgefühl im Oberbauch, andere Symptome wie Blutarmut, Appetitlosigkeit und Schwäche  können ebenfalls auftreten; auch sie sind eher unspezfisch und müssen genüber anderen Erkrankungen abgegrenzt werden.

Diagnose
Die Diagnose einer akuten Gastritis wird aufgrund der Symptome gestellt; bei starken Beschwerden oder bei Unsicherheit hinsichtlich der Diagnose oder auch zur Abgrenzung von anderen Erkrankungen wird eine Magenspiegelung ( Gastroskopie) mit Entnahme von Proben aus der Schleimhaut  des Magens durchgeführt.  Ultraschall und CT helfen bei der Diagnose nicht weiter, auch im Blut kommt es nicht zu typischen Veränderungen.

Behandlung
Die Behandlung hängt von der Ursache der Gastritis ab; wie bereits aufgeführt, sind hier verschiedene Möglichkeiten denkbar:
Gastritis Typ A: es handelt sich um eine sogenannte Autoimmunerkrankung              ( ähnlich wie Rheuma), die zu einer Verminderung der Magendrüsen führt. Diese Erkrankung verläuft eher im Sinne einer chronischen Gastritis, sie kann mit Vitamin- B12- Mangelzuständen einhergehen und ist oft mit anderen Autoimmunerkrankungen zusammen ( z.B. Schilddrüsen- Entzündung) anzutreffen.
Eine ursächliche Behandlung gibt es nicht, meist wird eine Säurehemmung mittels Protonenpumpenblockern ( Omeprazol, Pantoprazol)  versucht; ein Vitaminmangel muss ersetzt werden, wegen einer erhöhten Entartungsgefahr der Schleimhaut werden Kontrollen in 2 bis 3 Jahresabständen empfohlen.
Gastritis Typ B: hier ist die Ursache eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori; durch diese Art der Gastritis ist die Gefahr für die Entstehung von Geschwüren erhöht, auch gilt die Gastritis B als ein ( neben anderen) Risikofaktor für die Entstehung von Magenkarzinom. Die Infektion mit Helicobacter pylori ist nicht selten   ( ca 20% der Bevölkerung ist betroffen), eine Entfernung der Bakterien ( Eradikation) kann mit Antibiotika erreicht werden. Nicht jede Gastritis durch Helicobacter pylori muss aber antibiotisch behandelt werden, eine Entscheidung hierüber kann nur im Einzelfall getroffen werden.
Gastritis Typ C: es handelt sich um eine chemische Gastritis, ausgelöst durch Medikamente, Galleflüssigkeit oder auch andere Umwelteinflüsse wie Stress etc.  Hier besteht die Ursache in einer Vermeidung der auslösenden Ursache und der Einnahme von Protonenpumpenblockern ( Omeprazol, Pantoprazol)  


Komplikationen
Meist ist die akute Gastritis eine relativ leicht verlaufende  Erkrankung, die in einigen Tagen bis Wochen abgeheilt ist oder durch Medikamente gebessert werden kann. Es können aber auch Komplikationen auftreten, wie z.B. Bildung von Geschwüren und Blutungen aus dem Magen, deren Erkennung in der Regel durch die Endoskopie geschieht.
Bei der chronischen Gastritis kann es – im längerfristigen Verlauf -  zur Ausbildung eines Vitamin- Mangels und zur Entstehung von Magenkrebs kommen, wobei dies insgesamt aber recht selten der Fall ist.
Das Hauptproblem  der Gastritis im medizinischen Alltag  ist die Abgrenzung zu anderen, gefährlicher verlaufenden Erkrankungen.

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