Praxis

Dr. Werner

Facharzt für innere Medizin, Bad Kreuznach

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Ösophagus-Karzinom


Risikofaktoren: GERD ( 5 bis 7 mal höher), Zigarettenrauchen (2ma) ,Übergewicht 2,5mal,  Schutzfaktor HP- Infektion ( -40%),  über 50 Jahre: 0,04% pro Jahr

GenetischMSR1, ASCC1 CTHRC1, weiterhin Tylosis palmaris et plantaris RHBDF2

Screening: nicht dysplastischer Barrett Risiko 0,12 bis 0,4% pro Jahr, 1% low grade Dysplasie, 5 % high grade Dysplasie
Barrett in 6 bis 10 %, Kontrolle in 3 Jahren
Plattenepitehldysplasie: mild ( mal3), mäßig ( mal 10) oder schwer ( mal 30), Risiko Achalasie, Karzinome des Mund und Nackenbereichs

Prevention: Einzelne Studien von schlechter Qualität zeigen einen positiven Effekt bei Barrett, retrospektive Studien nicht. Derzeit nicht als Prophylaxe empfohlen. Studien laufen
ASS: Studien laufen

Symptomezunehmende Dysphagie, Gewichtsabnahme, Sodbrennen ohne Besserung nach PPI  ( Heiserkeit, Husten)

Staging:  Stadium 0 intramukosale Tumoren ohne Befall der Lamina propria, Stadium 1 mit Befall der Lamina propria ohne Befall von Lymphknoten, Stadium 2 mit Befall der Muskularis, Stadium 2 b zusätzlich direkter Lymphknoten,  Stadium 3 durchbricht die Muskularis und wandert in das umgebende Gewebe, z.B. auch Lymphknoten ein,  Stadium 4 Fernmetastasen ( auch LK)

Therapie:  Stadium 0 und Stadium 1 ( bis T1a ohne Durchbruch der Muskularis Mukosae) Endoskpische Resektion, bei Befall der Muscularis Muscae ( T1b) besser operieren
Stadium 2A oder 2B neoadjuvante Chemotherapie, dann OP, Stadium 3 oder 4, Palliative Therapie, Chemotherapie mit Folfox oder Xelox oder Chemoradiohterapie.

Chemoradiotherapie bei Plattenepithel-Ca Stadium 2b

Adjuvante Therapie wohl nur bei Plattenepithel-Ca mit positiven LK nach kompletter Resektion

Prognose: 5 bis 17% nach 5 Jahren

Weiteres:

Literatur: NEJM 371, S 26, Rustgi, A.K. et al, Esophageal  Carcinoma, 2014

Die CROSS Studie (N Engl J Med 2012; 366:2074-2084) konnte an 360 Patienten aufzeigen, dass auch bei kleinen und primär operablen Ösophgaguskarzinom im unteren Drittel und junktionalen Bereich eine Radiochemotherapie vor endgültier Operation die Überlebenszeit verdoppelte.
In Zukunft sollte wohl also stets neo- adjuvant behandelt werden.

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