Praxis

Dr. Werner

Facharzt für innere Medizin, Bad Kreuznach

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Eosinophile Ösophagitis

1.    Inzidenz bis zu 9/100.000/Jahr, Prävalenz bis zu 55/100.000. Betroffen sind vor allem Kinder und jüngere Männer zwischen 20 und 30 Jahren, ( auch schon mal bis 40), familiäre Häufung ist bekannt,  Korrelation mit Asthma und atopischer Dermatitis

2.    Symptome sind Dysphagie,  Hängenbleiben von Speisen, retrosternales Brennen und auch gelegentlich Oberbauchbeschwerden ( Abgrenzung zur eosinophilen Gastroenteritis). Bei Kindern stehen Gedeihstörungen, Erbrechen und Bauchschmerzen im Vordergrund.

3.    Diagnose erfolgt endoskopisch, es zeigen sich Ringbildungen, Strikturen, weiße Papeln, Verdickung der Ösophaguswand mit furchenartigen Veränderungen; alle genannten Veränderungen sind allerdings nicht pathognomisch.  Die Bestätigung erfolgt durch die Histologie ( mehr als 15 Eosinophile/ Gesichtsfeld) , am besten nach Vorbehandlung mit PPI für 1 bis 2 Monate.  Mindestens 3 , besser 5 Biopsien, nicht nur aus dem distalen Ösophagus.

4.    Therapie grundsätzlich durch Eliminationsdiät ( es werden 6 Nahrungsgruppen über 6 Wochen weggelassen) möglich, aber schwer umzusetzen , alternativ auch mit einer 4 fach Eliminationsdiät. Medikamentös mit Budesonid oral ( Jorveza  2 x 1mg/d), Behandlungsdauer 6 Wochen, bei nicht ausreichender Wirkung auch 12 Wochen, alternativ Fluticason- Spray, das geschluckt werden muss ( 2 mal 2 Hübe des 220 µg Spray), anschließend 30 Minuten nichts essen oder trinken.  Evtl. Langzeit Prophylaxe erwägen ( Budesonid- Spray 2 x 0,25mg für 1 Jahr).
Literatur: ,  Uptodate-Artikel zur Symptomatik 2013 ,
Uptodate-Artikel zur Therapie 2013,
Langzeit-Studie über 5 Jahre 2019,  
Übersicht 2019 Miehlke
EREFS Score ( Seite 10), Leitlinie 2017 Europa

 

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