Praxis

Dr. Werner

Facharzt für innere Medizin, Bad Kreuznach

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Die Zöliakie ist eine lebenslange immunologisch vermittele chronisch entzündliche Darmerkrankung, die sich bei Personen mit genetisch determiniertem Risiko manifestiert. Sie ist die Folge einer fehlgerichteten Immunantwort auf Gluten und verwandte Proteine, die in Weizen, Roggen, Gerste und anderen Getreidesorten vorkommen.


Abgrenzung  
Zöliakie/ Weizenallergie/Weizensensitivität

ZöliakieVorkommen spezifischer Antikörper unter glutenhaltiger Diät, Genotypisierung
Weizenallergie: Ig-E-vermittelte Antiköroer ( 5-Gliadin), Amylase-Trypsin- Inhibitoren
Weizensensitivität: Nach Ausschluss der beiden anderen Erkrankungen, Blähungen, Schmerzen, Durchfälle, Müdigkeite, Migraine

 

Zöliakie

Weizensensitivität

Zeitraum zwischen Gluten-Aufnahme und Symptomen

Wochen bis Jahre

Stunden bis Tage

Pathogenese

Angeborene und adaptive Immunantworten

z.B. angeborene Immunität gegen ATI, Vermehrung der IEL möglich

HLA

DQ2/DQ8 bei 99%

Nicht bekannt

Antikörper

T TG Antikörper positiv

Gliadin AK möglich

Histologie unter Normalkost

MARSH 2 bis 4

MARSH 0 bis 1

Komplikationen

Komorbidität, Lymphomrisiko

unklar


Einteilung der Zöliakie



 

 

Malabsorption
Syndrom

Unspezifische
Symptome

Spezifische
Antikörper

HLA DQ2/
DQ8

MARSH
2 und 3

Klassische Zöliakie

+

+/-

+

+

+

Symptomatische
Zöliakie

-

+

+

+

+

Subklinische
Zöliakie

-

-

+

+

+

Potentielle
Zöliakie

-

-

+

+

-

Refraktäre
Zöliakie

+

+/-

+

+

+

Quelle: Leitlinie der DGVS 2014

Sprue- ähnliches Krankheitsbild nach Olmesartan.
Mayo-Clinic-Proceedings
Bestimmung derANTIkörper und der genetischen Marker in der klinischen Praxis.
NEJM Problem Solving, 2012

Bestimmung der Antikörper und der genetischen Marker bei Erwachsenen zwecks DIagnose einer SPrue. Europäisches JOurnal 2013/10

N Engl J Med 2014;371:1304-15.

Randomized Feeding Intervention in Infants at High Risk for Celiac Disease

S.L. Vriezinga, R. Auricchio,

Es wurde angenommen, dass bei  Hochrisikokindern  ( Verwandte 1. Grades mit Gluten, HLA DQ2/8 positiv),  durch die zusätzliche Gabe von 100mg Gluten in der Nahrung ab dem 6. Lebensmonat das Risiko für das Entstehen einer Sprue vermindert werden kann.

Die Untersuchung an 900 Kindern zeigt, dass dies leider nicht so ist.

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